Stürmische Zeiten

Aloha schöne Seele,

Himmel nochmal, da fegen ja Stürme durch unsere Leben… In der Nacht von Montag auf Dienstag gab es hier in Sóller ein ziemlich heftiges Gewitter. Eines von den Gewittern, das im Aussen stattgefunden hat. Mehrheitlich…


Ich bin hier auf der Insel so viel draussen an der frischen Luft, es ist einfach herrlich. In geschlossenen Räumen ist es mir derzeit nicht wirklich wohl, auch wenn mich die Hitze draussen manchmal ganz schön schwitzen lässt. So hat es mich auch nicht gewundert als es mich vor wenigen Tagen regelrecht auch zur Schlafenszeit nach draussen zog. Ich habe kurzerhand mein Bett auf die Terrasse gestellt, ein Moskitonetz darüber aufgehängt und geniesse unter freiem Himmel die fantastische Sternenpracht. Mann, schlaf ich gut sag ich dir!

Doch vorletzte Nacht bin ich durch Blitze,  die sich über dem Meer entladen und damit ganz Sóller erleuchtet haben, aufgewacht. Eine ganze Weile lang habe ich dieses eindrücklichen Spektakel verfolgt, genossen und in mich aufgenommen. Als mich dann aber die ersten paar Regentropfen erreichten, habe ich mich samt Bett ins Trockene hinein verzogen. Und dann kam es, das Gewitter.
Blitz und Donner haben sich die Ränge abgelaufen und es hat mehrfach in der Umgebung eingeschlagen. Ein Licht, ein Knall, es flogen die Funken und dann brach Feuer aus. Ich konnte die Flammen auf der gegenüberliegenden Talseite mit blossem Auge erkennen. Wow!
 Schon eindrücklich, dachte ich mir, was das so mit mir macht…

Mir ist einmal mehr bewusst geworden, wie schnell sich in unseren Leben alles verändern kann. Wie klein doch manche meiner Probleme sind und wie hilflos wir den Mächten der Natur ausgesetzt scheinen. Nur so am Rande erwähnt, die Feuerwehr war schnell zur Stelle und ich habe unterdessen vernommen, dass keine grossen Schäden entstanden sind.

Als ich so dagesessen habe spürte ich, wie in meinem Körper die Erinnerungen meiner Ahnen wach wurden. Erinnerungen die von Gefahr und Not erzählen, von Verlust und Schmerz. Aber auch von Macht und Kraft, von Ritualen mit den Elementen und von der Liebe zum Leben.
Und plötzlich spürte ich es wieder, das unbändige Feuer meiner eigenen Macht, diese Kraft, die jeden dieser Blitze kennt und liebt. Diese innige Verbundenheit mit der Erde und den Naturgewalten. Es wurde eine wages Verständnis in mir wach, wie kraftvoll wir Menschen eigentlich sind.
Es kam mir vor, als ob es meine Geschichte wäre, die Blitz und Donner mit geballter Ladung an den Himmel und auf die Erde zeichnen. Die Stürme meines Lebens liefen vor meinem inneren Auge ab. All meine Wut, mein Zorn, meine Verzweiflung, meine Ängste, aber auch meine Schönheit, meine Kraft und meine Intensität spiegelten sich in diesem fantastischen Schauspiel wieder. Ich war wie gebannt und vollkommen frei zugleich. Mir wurde klar, wie machtvoll mich diese Unruhen in meinem Leben gemacht haben. Kein Sturm ist überflüssig gewesen, auch wenn mache von ihnen ziemliche Scherben zurückgelassen haben. Ich bin zu der Frau geworden die ich heute bin, gerade weil diese Stürme durch mein Leben gezogen sind. Gerade weil sie von mir gerissen haben, was mir damals lieb und teuer war. Mich zitternd in der emotionalen Kälte des Lebens und nass bis auf die Haut zurückgelassen haben. Gerade weil mich diese Tage und Nächte von zahlreichen Lebens- Gewittern im kalten Feuer der Blitze geschmiedet haben. Mich im ohrenbetäubenden Kanal eines Donners wie eine Seite erneut zum schwingen gebracht haben, bin ich wer ich bin.
Nichts war vergebens.
Denn heute ist in meinem Leben da WAS bei mir sein will. „Nur“ WER mit mir sein will, in Freiheit, Respekt und Liebe, ist noch da. Ich erlebe das als den Segen meiner Ernte, diese wunderbare Fülle, die nur ein reicher Regen mit sich bringen kann.

Ich sass da und schaute zu bis das Gewitter über die Berge gezogen war, und dann kehrte Ruhe ein.

Nicht weniger eindrücklich sind auch die Stürme, die bei vielen von unseren Mitmenschen durch ihre Leben ziehen. Unsere Kopf – Herz  Entscheidungen werden gnadenlosen Prüfungen unterzogen und manchmal fühlen wir uns, also ab wir vor dem höchsten Gericht stehen. Keine, auch nicht die allerkleinste Lüge hat jetzt Bestand, mag sie sich auch noch so charmant tarnen oder unbeschreiblich lange bei uns selbst oder anderen funktioniert haben. Alles kommt auf den Tisch. Da soll noch einer sagen, es werde ihm nichts auf dem goldenen Tablett serviert!  Ha! Dass ich nicht lache…

Da hilft es schon zu wissen, was da eigentlich so alles ab geht. Warum Vieles derzeit so körperlich wahrgenommen wird und warum sich innerhalb von Partnerschaften und Familien sich so manch ein Gewitter entladen hat.

 Über dies und einiges Interessantes mehr haben sich am Abend vor dem Gewitter Saint Germain und Silke Schäfer unterhalten.
 Lies mehr darüber hier.
Ich grüsse dich und wünsche dir, du wunderbare Seele, von Herzen, dass dir beim nächsten Gewitter, das über dein Land oder dein Leben zieht, deine Wahrheit bewusst wird. Dass du dich in vollem Vertrauen in deine Tiefe fallen lassen kannst. Du wirst da mehr Halt finden als du ahnst! Denn es wird nichts zerstört, dass du wirklich benötigst. Nichts wird dir genommen, das du zum Überleben brauchst. Es wird einfach Platz gemacht, verändert und kreativ umgestaltet, damit Neues in dein Leben kommt. Damit Ruhe einkehren kann.

 

PS: Ich lade dich ein, bei den live channeled News am 29. August mit dabei zu sein.
 Ich bin ja mal gespannt.

Hab eine gute Zeit und vielleicht bis bald!

Mahalo
 Adriana

2 Kommentare
  • Dora Marquis

    18. August 2018 in 13:00 Antworten

    Liebe Adriana
    wundervoll Deine Worte zu lesen,es tut einfach nur gut,etwas von Dir zu erfahren.
    Ich freue mich sehr,dass Du in Rapperswil-Jona bist.Sei härzlich gegrüsst und bis bald

    Dora Marquis aus Unterterzen

    • Adriana

      18. August 2018 in 13:04 Antworten

      Ich freue mich sehr auf dich! Herzliche Grüße und bis bald!

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